Rückblick

Hach, Kinners,
wie die Zeit vergeht…

Gerade noch steht man am Grab seiner Oma und wünscht sich, dass dieses beschissene Jahr ein Ende findet und man einfach einen fetten Haken darunter setzen und weitermachen kann, und einen Moment später ist es auch schon fast wieder so weit.

Ich weiß, ich habe in letzter Zeit nicht viel geschrieben, zumindest nicht hier.
Aber so kurz vor Weihnachten will ich nochmal in mich gehen, das Jahr Revue passieren lassen.

Meine Großeltern sind nicht mehr da.
Das merke ich bei jedem Heimatbesuch, aber besonders an den Feiertagen, die jetzt vor uns liegen, werden wir spüren, dass von nun an zwei Menschen fehlen, zwei Plätze frei bleiben, auf denen sonst doch jemand saß. Die Leere wird zu einer Erinnerung, die mich teils liebevoll, teils schmerzlich daran denken lässt, dass wir alle sterblich sind.
Aber wir sind noch da, wir sind da und leben, mit jeder Pore, mit jeder Faser unseres Daseins.
Das allein ist schon ein Geschenk, über das wir uns freuen sollten.

Ich habe meinen Job verloren und bin zu neuen Ufern aufgebrochen.
Mache das, wonach mir ist und was ich eigentlich schon immer machen wollte: Schreiben.
Das Geld ist wenig und die Träume groß und oft lese ich die Zeilen anderer und bin ganz ehrfürchtig, manchmal sogar neidisch, weil ich niemals diesen Grad schriftstellerischen Talents erreichen werde.
Auch wenn ich an mir arbeite, die Ratgeber von Stephen King oder Elizabeth George oder anderen Autoren beherzige, auch wenn ich feststelle, dass mein Stil sich bessert, mit jedem Satz, mit jeder Seite, die sich füllt, so bleibe ich doch immer nur das einfach Mädchen, das ich schon immer war.
Dabei will ich mich gar nicht so schlecht machen, wie es vielleicht klingen mag.
Ich glaube schon, dass ich einen passablen Durchschnitt erreichen kann, von dem ich Leben könnte. Und vielleicht sollte ich genau damit zufrieden sein.

Ich besitze leider ein paar ungünstige Charaktereigenschaften, die mir manchmal im Weg stehen und an denen ich arbeite, arbeiten muss.
Ich lasse mich leicht ablenken, verliere schnell die Lust an einem Thema, bin selten konsequent, dafür oft chaotisch und sprunghaft und das Korrigieren meiner Texte nervt mich so sehr, dass ich mich gerade mal zu zwei Durchgängen aufraffen kann. Obwohl ich noch besser sein könnte, wenn ich mir Mühe gäbe.
Durchhaltevermögen. Hab ich dieses Jahr gelernt. Nicht aufgeben und sich durch die wirren Gedanken in meinem Kopf quälen, sie aufs digitale Papier zwängen.
Ich bin auf einem guten Weg.

Privatleben.
Immer noch hin und her gerissen zwischen dem Bedürfnis nach Nähe und Freiheit.
Die Fahrt mit dem Mann mit dem Raum dauert an. Mal wird das Seil länger, mal kürzer.
Viel nachgedacht über Polyamorie und Familie und Zeit.
Ein paar interessante Menschen kennengelernt, die meisten sind weitergezogen, ein paar alte Bekannte getroffen und überflüssigen Ballast abgeworfen.
Zu viel Geld in mein zu altes Auto investiert und dafür wieder zwei Jahre TÜV.
Hyposensibilisierung gegen Hausstaubmilben begonnen und dadurch so wenig krank, wie in den letzten 10 Jahren nicht mehr.
Auf Konzerten gewesen und Spaß gehabt, gesungen, getanzt, gelacht.
In Wien krank geworden und Kodein für mich entdeckt.
Kindergeburtstag gefeiert und zwei Kinder verloren. Und dann alle angeschrien.
Festgestellt, wie groß der Kleine geworden ist. Wie sehr er mir ähnelt und wie viel Empathie er besitzt, wenn er beim Film plötzlich anfängt aus Mitleid zu weinen. Sein selbstdarstellerisches Talent entdeckt auf dem Weihnachtsmarkt mit der Luftgitarre. Stolz gewesen, das er so aus sich herausgehen kann.
Den Großen bei der Einschulung begleitet, Eingewöhnungsphase, kurzfristiges Einspringen zum Sondieren, wenn jemand krank wurde. Neue Umgebung, neue Fachkräfte, neue Therapeuten. Fahrten mit dem Schulbus.
Pflegemanagement geleistet.
Seine Fortschritte beobachtet: Mehr Konzentration, besseres Zuhören und Umsetzen, stabiles Gehen im Lauftrainer.
In der Bücherei angemeldet.
Meinen Laptop geschrottet und mir ein Tablet zugelegt, das alle Daten an Amazon weiterleitet und beim Wischen wahllos Facebookbeiträge liked.
Diverse Male gevögelt.
Eine Mutter kennengelernt, die in einer Kegelbahnanlage wohnt und mit ihr gekegelt.

Wünsche, Träume, Ziele für 2018

Von mir aus könnte alles so weiter gehen.
Etwas mehr Geld wäre gut. Etwas mehr von allem, eigentlich.
Sagen wir: Zeit und Geld. Das wäre toll.
Und ich hätte gern eine E-Zigarette die beim Ziehen blau leuchtet, weil ich glaube, das sie gut zu meinem Selbstbild als Schriftsteller passen würde (und für den geilen Effekt, wenn eines Tages meine Biografie verfilmt wird).
Nachtrag: Kaffeemaschine reparieren lassen.

Ich freue mich jetzt erstmal auf ein paar mehr oder weniger ruhige Tage im Kreise meiner Familie und meiner Freunde, die ich alle viel zu selten sehe.
Und auf ein bisschen Zeit, in allen Blogs zu lesen, die ich in den letzten Monaten links liegen gelassen habe.

Ich wünsche allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Vielen Dank für alle Worte, Gedanken, Geschichten, die ihr mit mir und anderen teilt!

Maria Mittwoch

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Dingdong

Es klingelt an der Tür.
Misstrauisch betätige ich dir Gegensprechanlage. Bestellt habe ich nichts.
„Jaaaa?“ rufe also in den Hörer und es lasse ein gewisses „Ich hoffe, es ist wichtig“ mitschwingen.
„Ähm, ja, hallo“, stottert es in mein Ohr.
Eine Pause entsteht. Offenbar muss mein Gegenspieler sich noch Gedanken zu der jetzigen Situation machen, vermutlich hat er nie geübt wie er reagieren soll, wenn er mit jemanden über die Gegensprechanlage kommuniziert. Und ja, ich könnte hier im ersten Stock auch einfach mein Wohnzimmerfenster öffnen und ihm meine Worte zu rufen.
Aber es ist kalt da draußen und es regnet. Wer will da schon sein Fenster öffnen?
„Nächste Woche gedenken wir ja unserer Toten“, fährt der Mann fort und pausiert erneut.
„Jaaaa?“ frage ich erneut und ahne, wohin die Reise gehen soll.
„Wie ist es denn mit Ihnen, glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?“
„Ich weiß es noch nicht“, antworte ich wahrheitsgemäß. Das überlege ich mir, wenn es so weit ist.
„Ahja, Sie wissen es noch nicht. Darf ich Ihnen ein paar Informationen über uns in den Briefkasten legen?“
„Ja, dürfen Sie“, sage ich und hänge den Hörer ein.
Was muss das nur für ein Gott sein, der von seinen Anhängern verlangt, bei diesem beschissenen Wetter von Tür zu Tür gehen, um Werbung für ihn zu machen.

Überhaupt: Haustürgeschäfte, was soll das nur?
In meinem Leben hatte ich bisher drei Mal das zweifelhafte Vergnügen, mir an der Haustür ein Ohr abkauen zu lassen von der Zeitschriften-Abo-Mafia.
Das erste Mal traf es mich unvorbereitet. Erste eigene Wohnung und der Typ stand schon direkt vor der Wohnungstür. Irgendjemand hatte ihn wohl in den Hausflur gelassen.
Und schon ist der Typ in der Wohnung, erzählt mir davon, dass er seine Drogensucht überwunden und jetzt Abos verkaufen würde.
Er bedrängt mich, erzählt mir, wie wichtig dieses Einkommen für ihn wäre, wie wichtig meine Unterschrift für seine persönliche Zukunft sei.
Erst als ich mit der Polizei drohe, verschwindet er aus meiner Wohnung.
Als ich eine halbe Stunde später an der Bushaltestelle stehe, sehe ich, wie er auf der anderen Straßenseite in einen schwarzen Mercedes einsteigt.
Auch die anderen beiden, Jahre später und an anderen Orten, kamen von irgendwelchen angeblichen Hilfsorganisationen. Aber ich ließ sie gar nicht erst herein.

Vorwerk-Vertreter sind da schon seriöser.
Dieses Jahr fragte einer, ob ich einen Vorwerk-Staubsauger hätte, er würde Zubehör für Vorwerk-Staubsauger verkaufen. Ich sagte ihm, ich hätte keinen Vorwerk-Staubsauger.
„Na, dann brauchen Sie ja auch kein Zubehör für Vorwerk-Staubsauger“, sagte er und ich sagte „Stimmt!“ und dann war die Tür wieder zu.

Bofrostmann, das ist irgendwas zwischen den Zeugen Jehovas und der Abo-Mafia.
Es geht um was existentielles, diese Menschen brauchen wirklich ihre Provision, um überleben zu können und irgendwie muss der Glaube an die gute Tiefkühlkost von den hohen Preisen ablenken.
Beim Bofrostmann wird allerdings nach dem Prospekteverteilen nochmal angerufen wird und bei den Zeugen nicht.
Bei mir hatte sich das Gespräch mit dem Bofrostmann erledigt, als ich mithilfe der Spanne zwischen Zeigefinger und Daumen die Größe meines Gefrierfachs verdeutlicht habe.

Zurück zu dem Zeugen: Ich habe mich schon immer gefragt, ob tatsächlich Menschen die Türe öffnen und sagen „Was nach dem Tod geschieht? Gute Frage, darüber habe ich noch nie nachgedacht. Kommen Sie rein und erzählen Sie mir von Ihren Ideen!“
Oder „Ob ich an Gott glaube? Da bin ich noch unentschlossen, erzählen Sie doch mal was über ihn, vielleicht überzeugen Sie mich ja!“

Das erste Mal gehört habe ich von den Zeugen in der 5. Klasse, als eine Freundin mir von ihrem Cousin und dessen Eltern erzählte.
„Die sind Zeugen Jehovas, die haben keinen Fernseher zu Hause!“
Ich fühle noch immer, wie es mir damals eiskalt den Rücken hinunter lief und ich mich fragte, was das für ein Gott sein muss, der ein solch unmenschliches Oper verlangte.

Fluchtgedanken

Ich habe nachgedacht.
Ich habe entsetzlich viel nachgedacht, und wenn ich nachdenke, dann ist das selten gut.

Ich frage mich: Wie ist das so, wenn in 50 Millionen Jahren das ganze gottverdammte Universum stirbt? Selbst wenn die Menschen es irgendwie geschafft hätten andere Planeten zu kolonisieren, wäre dann nicht alles für die Katz?
Aber 50 Millionen Jahre sind schon irgendwie unglaubwürdig. Zu Glauben, wir Menschen wären zu unverwüstlich, ist mehr als naiv.
Vielleicht haben wir wirklich nur die 100 Jahre, die uns Hawking nur gibt.
Gründe gibt es mehr als genug: Atomkriege, Klimakatastrophen, biologische Waffen, Viren, Asteroideneinschläge, Machtübernahme der künstlichen Intelligenz. Letzteres vielleicht nicht schon in 100 Jahren, aber der Fortschritt wird nicht aufzuhalten sein.
Ich kann mir vorstellen, dass wir selbst immer mehr zu Robotern werden. Vielleicht kann unsere Identität in diesem unverwüstlichen Korsett ein paar Ewigkeiten überdauern, unsere Gedanken- und Erlebniswelt darauf abgespeichert werden.
Doch ich könnte mir auch vorstellen, dass die künstliche Intelligenz irgendwann versucht den Planeten zu retten und uns leider eliminieren muss, weil wir vollkommen unfähig sind.
Die Terminator-Reihe müsste nochmal umgeschrieben werden, eigentlich sind die Maschinen die Guten und wir die Bösen.
Bei vielen dieser Doomsday-Szenarien geht man davon aus, dass nicht alle Menschen sterben werden. Die Bevölkerungszahl wird nur stark dezimiert. Und es gibt Chaos und Verwüstung und so, die Überlebenden werden ums Überleben kämpfen müssen. Alles so wie The Walking Dead, nur mit weniger Zombies.

Welches auch immer die bevorzugte Weltuntergangsvorstellung sein mag – dass die Erdbevölkerung in 100 Jahren auf einem anderen Planeten lebt halte ich für mehr als unwahrscheinlich, aber vielleicht könnten wir ja die schlimmsten Präsidenten mit Atomwaffencodes ins Weltall schießen, ganz weit weg. Das wäre schon mal ein Anfang.
Letztendlich sind die berechneten 100 Jahre von Hawking aber auch nur ein Zahlenspiel. Wer weiß schon, wann der große Meteoriteneinschlag kommen wird oder wann es ernst wird mit dem Atomkrieg, Zufälligkeiten lassen sich schlecht in Zahlen widerspiegeln, alles nur Wahrscheinlichkeiten, die nicht viel aussagen.
Trotzdem denke ich, dass irgendwann der Tag kommt, an dem das alles hier zerbricht.
Der ganz scheiß, der uns umgibt, die nichtvorhandenen Sicherheiten ausgelöscht, Jobs, Häuser, Autos – alles nichts wert, nur noch der Kampf ums Überleben.
Und auch wenn ein Teil der Menschheit diesen Supergau übersteht, dann vermutlich auch nicht für immer.
Spätestens in 50 Millionen Jahren gehen die Lichter aus.
Irgendwann ist von uns nichts mehr über, der ganze Wahnsinn umsonst.

Ich hoffe, dass ich das Ende nicht mehr miterleben muss und meine Kinder auch nicht. Dass wir uns unser Leben lang naiv und dumm in unsere Jobs stürzen können und versuchen im sozialen Gefüge möglichst wenig schaden anzurichten und halbwegs Unfallfrei durch unser Leben kommen, uns im Konsum verausgaben und Entscheidungen wie „Heute Spaghetti oder Farfalle?“ unser tägliches Leben bestimmen.

Ja, man merkt, ich suche gerade den Sinn von allem.
In einem Job, der einem Zeit kostet, die man lieber mit den Menschen verbringen möchte, die man liebt, Geld verdienen für Dinge, die man eigentlich nicht braucht, nur um im Fernsehen festzustellen, dass es noch viel mehr gibt da draußen, wann man noch nicht besitzt und wofür man noch länger und noch härter schuften muss…irgendwie ist das sinnlos. Und irgendwann sind wir alle tot und können nichts von dem ganzen scheiß mitnehmen, so viel ist sicher.
Und jetzt zu mir.
Ich habe ein Drittel meines Lebens hinter mir. Euphemistisch gesprochen.
Ich habe eine gescheiterte Ehe hinter mir, ein Kind, dass sein ganzes Leben lang auf Hilfe angewiesen ist und ein anderes, dass genauso verschroben ist wie ich und dem ich mit seinem 5 Jahren auf die Feststellung „Mama, ich will nicht sterben“ nur mit einem „ich auch nicht“ begegnen kann. Ich bin keine Super-Mama, ich versuche meinem Kind nur das zu zeigen, was möglich sein könnte, ohne ihn anzulügen. Ich hätte mir damals gewünscht, jemand hätte mir die Angst vorm Tod genommen, aber jetzt steh ich selber da und kann nur Sätze sprechen, die mit „manche glauben“ beginnen.
Ich habe keinen vernünftigen Job, gebe mehr aus, als ich einnehme. Das ändert sich langsam und Stück für Stück, aber kann ich für immer vom Schreiben leben? Das wird ein hartes Brot und ich muss immer am Ball bleiben.
Werde ich mir irgendwann mal einen Urlaub in der Sonne leisten können?
Das gute an meiner letzten Arbeit war, dass ich zu wenig Zeit zum Nachdenken hatte. Immer im Hamsterrad, immer am Rand des Wahnsinns. Komisch nur, dass es sich jetzt nicht besser anfühlt.
Vielmehr habe ich den Druck abliefern zu müssen, wenn ich mir in Zukunft das Schreiben leisten möchte.
Der Druck ist immens. Und obendrauf alles, was ich für den Großen organisieren muss, ihr kennt die Liste. Mutter sein, arbeiten und persönliche Assistentin eines Schwerbehinderten. Das ist zum Kotzen. Und eine endlose Schleife von Dingen, die sich immer wiederholen.
Wenn ich meine Zukunft betrachte, wird mir klar, dass ich niemals ins Ausland auswandern könnte, eigentlich kann ich nicht mal aus Nordhessen weg. So lange die Kinder klein sind sowieso nicht, und wenn der Große irgendwann im Heim ist auch nicht. Er braucht mich, wird mich immer brauchen und ich, ich will nicht, dass er mich vergisst.

Flucht, mein Leben bestand aus Fluchten.
Meine Mutter floh ständig, von einer Wohnung in die nächste, Exmann, Single, neuer Freund, Single, neuer Freund, Single. Manchmal auch im Wochentakt, hin und her, hin und her.
Ich konnte bisher auch immer wieder fliehen, vor der Normalität, dem Alltag. Und jetzt bin ich seit 2 ½ Jahren in dieser Wohnung und ich ertrage diese Gewöhnung nicht mehr. Weil ich vor etwas fliehen will.
Meine letzte Beziehung ist vor knapp eineinhalb Jahren grandios gescheitert und zuerst habe ich meine Freiheiten genossen und die Zeiten mit dem Mann, der mir so viel Raum gab und gibt. Aber jetzt möchte ich gerne fliehen, in eine Beziehung fliehen, damit ich es nicht mit mir aushalten muss. Aber irgendwas sagt mir, dass das so nicht funktioniert.

Gedanken zur AfD

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle erzählen, was ich nun dank Geo Epoche über den Schlaf und über das Träumen weiß.
Stattdessen könnte ich anfangen mit: Ich hatte einen Traum.
Aber nicht so einen Martin-Luther-King-Traum, eigentlich mehr ein typischer Maria-Mittwoch-Traum und plötzlich stand da dieser alte Sack vor der Linse und meinte was von „Wir werden Sie jagen!“, ganz ohne Ironie und Augenzwinkern.
Und dann guck ich mir den Ausschnitt noch einmal an und dann noch einmal und mit jedem kalten Schauer wird mir bewusster, dass das kein Traum ist, dass der tatsächlich von irgendwelchen Flachpfeiffen gewählt wurde, weil sie glaubten, er und die anderen AfDler wären irgendwie gut für Deutschland.
Und alle so: Fuck.

Gut, es wurde jetzt schon so viel über das Thema geredet, dass es fast körperlich schmerzt, noch ein weiteres Wort über das Debakel zu verlieren. Wer an dieser Stelle aussteigen will, dem kann ich es wirklich nicht verübeln.

Ich habe mich eben die letzten Tage gefragt, wie man damit umgehen sollte. Da hat natürlich jeder so seine Prinzipien und Wahrheiten und im Grunde sind wir ja jetzt auch nicht so unter Zugzwang, wie die Regierung es zumindest sein sollte.

Es heißt: 60% der AfD-Wähler haben diese Partei aus Protest gewählt, vor allem im Bezug auf Merkels Flüchtlingspolitik. Diese Wähler hätten die Partei nicht aufgrund ihres nationalsozialistischen Einstellung heraus gewählt. Und doch haben sie sie ja gebilligt, schließlich standen genug andere Parteien zur Wahl, die man ebenso aus einer Protestlaune heraus hätte wählen können. Man darf es sich also auch nicht schön reden, auch diese 60% Wähler werden im Klaren darüber gewesen sein, mit was für einer Partei sie es bei der AfD zu tun haben.

Was kann man jetzt also tun? Jammern, heulen, sich im Schützengraben verstecken? Gut, das hilft in erster Linie niemanden.
Wutentbrannt die Nazikeule schwingen? Verhilft eigentlich auch nur im ersten Moment zur eigenen Genugtuung und übermittelt dem Gegenüber lediglich ein Gefühl der Überlegenheit, wie Brüllmaus so schön dargelegt hat. Keiner mag Menschen, die sich für was besseres halten oder anderen ihre Meinung aufdrücken wollen (ich selbst reagiere da super-allergisch drauf!).
Aber was könnte einen Menschen dazu bewegen, umzudenken? Sollte man vielleicht Leonardo DiCaprio anrufen und um eine Inception bitten?

Ich bin auf YouTube auf die Videos von Harald Lesch gestoßen.
Der hat sich unter anderem damit befasst, was passiert, wenn wir fest an eine bestimmte Überzeugung glauben, zum Beispiel an eine politische. Dann nämlich wird diese Überzeugung teil unserer Identität und wir lösen uns nur sehr schwer oder gar nicht von ihr. Im Gehirn konnte nachgewiesen werden, dass Äußerungen, die diese Überzeugungen infrage stellen, quasi einen eigenen Wächter im Hirn aktivieren, was dazu führt, dass in der Steuerung der Emotionen Neuronen abgefeuert, nicht jedoch in den Bereichen, die für rationales Denken Verwendung finden. Das ist auch der Grund, warum wir so emotional reagieren.

Fazit: Jemanden von seinen politischen Überzeugungen abzubringen, ist denkbar schwer, wenn diese sich wirklich schon verfestigt haben.

Herr Lesch hat sich selbst in seinen Videos eingehender mit der AfD beschäftigt und, sagen wir es mal so: Die AfD ist nicht besonders gut dabei weggekommen und hat ihn scharf kritisiert (um es nett auszudrücken). Als Folge hat er ein Video veröffentlicht, in dem es um die vermeintliche Motivation unserer Gegner ankommt.
In Studien wurde festgestellt, dass wir immer davon ausgehen, dass unser Gegner etwas schlechtes im Schilde führt. Okay, dafür braucht es an sich keine Studie, wir denken doch alle, dass diese 12,6% die AfD nicht aus reiner Nächstenliebe gewählt hat. Und doch müssen wir uns eingestehen, dass eben diese Wähler von uns auch nicht glauben, wir würden aus reiner Nächstenliebe über die AfD herziehen, sondern aus Hass.

Und genau diesen Hass bekommt man mittlerweile überall vor die Fresse geknallt.
Lesch macht ein Video, in dem er beweisen will, dass der von der AfD verleumdete Klimawandel doch stattfinde und schon wird er wüst beschimpft. Es gibt sogar Videos, die sich darauf berufen und das Gegenteil beweisen wollen. Dabei stützen sie ihre Thesen auf das Europäische Institut für Klima und Energie e. V., „ein Verein, der seine Aufgabe darin sieht, „Klima- und Energiefakten ideologiefrei darzustellen, Kongresse auszurichten und Veröffentlichungen zur Klimaforschung zu verbreiten“. EIKE e. V. ist kein Forschungsinstitut und publiziert nicht inwissenschaftlichen Fachzeitschriften. Der Verein wird von der Fachwelt nicht als seriöses Institut, sondern als klimaskeptische und politisch aktive Lobbyorganisation betrachtet.“
Zufälligerweise sind die Klimaexperten auch noch Mitglieder der AfD. Wer hätte das gedacht.

Ich mag ja das viel bemühte Zitat von Kant „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“
Ich weiß, dass ist weder bequem, noch einfach, denn es bedeutet gerade in der heutigen Zeit, dass man nichts unreflektierten annehmen sollte, sondern sich verschiedener Quellen bedienen muss.
Und manchmal hilft auch das nicht, wenn Nachrichten immer schneller verbreitet werden müssen, sodass der Qualitätsjournalismus leidet und die Quellen immer dubioser werden. Zeit ist Geld.

Doch zurück zum Thema: Wie könnte man nun solchen Wählern entgegen treten, wenn nicht feindlich?
Große Sorge machen sich die Experten ja tatsächlich um die CSU, die nun noch rechter werden könnte, um die verlorenen Schäfchen wieder einzufangen. Eine denkbar schlechte Idee.

Interessant wäre ja zu überlegen, wie sie überhaupt an die AfD gekommen sind. Inhaltlich hat sie ja nicht viel zu bieten, ich habe mir mal einen Überblick über das Parteiprogramm verschafft. Selbst, wenn ich die ganzen rechtsradikalen Äußerungen ignorieren würde, hätte ich wirklich keine Lust darauf, zu meinem Exmann zurück zu gehen und mich an den Herd zu stellen. Im Grunde ist diese Partei also nur für Frauen wählbar, die sowieso Hausfrau sind, alle anderen fallen durch das Raster. Besticht die AfD also doch eher durch Verpackung, als durch Inhalte? Sind es gerade die radikalen Aussagen, die die Wähler aufhorchen lassen?
Und: Brauchen die etablierten Parteien vielleicht auch einfach mehr Verpackung, mehr Charisma, mehr Wumms? Zugegeben: Ein wenig fehlt mir die Leidenschaft fürs Politische schon. Vielleicht sollten mehr Politiker an die Front, die gut mit Menschen können, die brennen und zu denen die Menschen auch aufblicken können. Und nicht so ne „Och ja“-Mentalität.

Außerdem muss man Ursachenforschung betreiben: Offensichtlich geht es ja einem gewissen Prozentsatz der Deutschen nicht so supidupi, wie wir das alle gerne glauben möchten.
Diesen Ängsten, dieser Wut muss man auf den Grund gehen, sie ernst nehmen. Gefühle denkt man sich nicht aus, weil man eben Bock hat, Gefühle sind Signale, die ernst genommen werden müssen. Dann kann man darüber diskuttieren wie rational diese Gefühle sind und was man besser machen könnte.

Womit ich ja immer noch nicht klar komme, ist dieser große rechts gesinnte Teil in Ostdeutschland. Woher kommt das, dort hat man doch lange selbst unter einem menschenverachtenden System gelitten. Liegt es daran, dass die Menschen dort nach wie vor ärmer sind als im restlichen Deutschland? Oder daran, dass die Hemmschwelle einfach geringer ist, wenn da eh schon viele mitmachen und rechts wählen?
Ich komme von der Einzelhandelsfront und ich kenne keine einzige Frau, die der Meinung ist, in dem Beruf gut zu verdienen. Im Gegenteil, gerade Alleinerziehende sind nur am Rudern. Trotzdem würde keiner auf die Idee kommen, Merkel daran die Schuld zu geben oder zu glauben, die AfD könnte es besser machen.
Armut allein kann nicht der springende Punkt sein.
Vermutlich kommen einfach mehrere Faktoren zusammen.

Ich kenn übrigens jemanden, der hat die AfD gewählt. Hassen kann ich ihn nicht, überzeugen aber auch nicht.

Und so bleiben viele Fragen offen im Raum hängen.
Ich bin gespannt, wie die Politik darauf reagiert. Vielleicht löst sich die AfD ja auch noch weiter auf, wir werden sehen.

Traumtagebuch

Krieg, es herrscht Krieg.
Am Abend vorher schon flimmert die Botschaft in sämtlichen Nachrichtensendungen über unsere Bildschirme, sollen uns darauf einstellen. Aber irgendwie glauben wir das nicht.
Wie könnten wir auch etwas derart Unfassbarem Glauben schenken.
Der nächste Morgen ist sonnig und klar. Es ist Wochenende und der Typ mit dem Raum steht in meiner Küche und presst Orangen für mich aus. Der Kleine ist auch da, er will später noch zu einem Kindergeburtstag. Und der Mann in meiner Küche fragt, ob wir abends noch in den Club wollen, um die eine Frucht zu probieren, die ich noch nie gegessen habe.
Plötzlich wird alles schwarz und wir rennen nur noch.
Raketen, Bomben, explodierende Drohnen.
Die Menschen stieben auseinander, fort in alle Richtungen. Wo ist man jetzt noch sicher?
Ich verkrieche mich in einem Wohngebäude. Eine Wohnung ist doch sicher, sollte sie zumindest sein, oder nicht?
Welcher Winkel schützt mich, wenn hier gleich alles in die Luft fliegt? Unter dem Bett? Eingewickelt in Decke und Kissen?
Ich habe sowas noch nie versucht, nie probiert, nie geübt.
Wird es mich retten? Oder wird das Bettgestell mich zerdrücken, die Holzspähne sich in meinen Schädel und Körper bohren?
Ich warte scheinbar endlos, mein Herz rast wie wild.
Zuvor hatte ich die Drohne gesehen. Wie ein tödliches Fragezeichen hatte sie mich vom Fenster aus angestarrt. „Weg vom Fenster!“, war mein erster spontaner Gedanke. Ich habe alle Fenster gemieden, die hinterste Ecke gefunden. Doch nichts passiert. Endlich wage ich mich aus meinem Versteck. Entfernt höre ich Detonationen. Menschen schreien.
Ich werfe einen raschen Blick durch den Flur. Die Drohne ist noch da, verharrt geduldig auf der anderen Seite der Wohnung. Offensichtlich beobachtet sie nur. Zumindest für den Moment.
Ich beschließe nicht länger zu warten und nehme die Treppe, stürzte mich hinunter.
Hier sind Menschen, diskuttieren. Ich verstehe ihre Sprache nicht oder will sie nicht verstehen. Ich habe anderes zu tun. Rechts ist eine Treppe zum Steg. Dort sind Bote angeleint. Bote in die Freiheit. Aber ein Mann mit einer Pistole mit aufgesetztem Schalldämpfer nähert sich dem Steg.
In Seelenruhe schreitet er voran – und erschießt jeden, den er sieht.
Dieser Mann gehört nicht zu der Gruppe unserer Feinde. Er hat keine Motive, keine Beweggründe für sein Handeln. Vielleicht tötet er nicht mal aus Spaß, sondern lediglich aus Langeweile. Oder weil töten besser ist, als selber erschossen zu werden. Wahrscheinlich tötet er einfach, weil er es kann.
Und es ist erstaunlich einfach.
Ich höre das Wimmern der Menschen in den Boten. Sie glauben, sich verstecken zu können, glauben, der Kelch würde an ihnen vorüber gehen, wenn sie sich nur reglos auf den Holzboden legten und den Himmel anstarrten. Doch sie könnten es ihm kaum leichter machen. Ein Schuss. Und das Blut vermischt sich mit dem schmutzigen Wasser des Flusses.
Am Rande des Stegs sind noch weitere Menschen. Sie sind wie gelähmt, zittern, wimmern. Aber der Mann kennt keine Gnade.
Die Menschen, die oben diskuttieren teilen sich auf. Ein Teil flieht nach links oder nach oben, andere stürzen sich waghalsig zum Steg hinunter um fortzurennen.
Eigentlicht sind wir viele. Viel mehr, als dieser eine Typ mit seiner Pistole. Wenn wir nur zusammen arbeiten würden, wenn unsere Angst uns nicht lähmen würde, dann wäre es ein leichtes ihn zu stoppen und zu überwältigen.
Ich gehe zum Steg hinunter, langsam.
Noch bin ich nicht in seiner Schussbahn, noch kann er mich nicht sehen.
Ich bin die Einzige hier, die Mut aufbringt. Alle anderen fliehen oder lassen sich erschießen.
Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, das Risiko ist hoch. Es kann schief gehen. Vielleicht tötet er mich. Aber nicht kampflos. Wenigstens nicht kampflos.
Ich schalte alle Gedanken aus, versuche nur noch zu funktionieren.
Ich stürme auf ihn zu.
Er ist überrascht und es gelingt mir, ihm die Pistole aus der Hand zu reißen. Fest drücke ich sie gegen seine Brust. Für einen Sekundenbruchteil zögere ich. Dann wird mir bewusst, dass es keinen anderen Weg gibt, dass ich diesen Menschen nicht retten kann, weil er es immer wieder und wieder tun würde. Er würde sich nicht ändern, niemals.
Ich drücke ab. Töte ihn.
Er ist kaum ein Erwachsener.
Links und rechts stehen zwei Typen. In dem Moment, in dem ich sie anblicke, erkenne ich auch ihre Wahrheiten. Sie sind mit ihm, ebenso verlorene Menschen. Keine Hoffnung für sie, keine Rettung. Schnell töte ich die beiden.
Nicht, weil ich es kann, sondern weil ich es muss. Weil es sonst keiner tut.
Kurz darauf kommt ein Kommandant und verlangt nach der Waffe. Er erklät den Krieg für beendet, zumindest vorerst.
Ich reiche ihm sie hüber, vorsichtig. Dann muss ich mich rechtfertigen und hoffen, dass er mir glauben schenkt.
Nicht einfach, wenn es an einem selbst ist, den Retter zu spielen.

Schreibwerkstatt

Antriebsschwach, so fühlte ich mich in der vergangenen Woche.
Ich habe nicht viel zustande bekommen, stand gedanklich immer wieder vor Sackgassen und war insgesamt nicht wahnsinnig motiviert.
Dabei habe ich privat/familiär doch einiges organisiert, nur die schriftstellerische Leistung schlägt sich gerade mal auf 9 Seiten wieder.
Dafür hat meine Google-Recherche zu Fragestellungen wie „Wie töte ich schnell und effizient?“, „jemanden zu Tode würgen wie lange“ und „jemanden mit Schlaftabletten töten“ einiges zutage gefördert und ich bin mir sicher, dass jetzt irgendwo ein kleines rotes Lämpchen leuchtet.
Achja, bei meinen Recherchen bin auf folgendes Shopping-Ergebnis gestoßen:

Endlich ist Suizid wieder salonfähig!
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Sie kennen das: Sie sind müde, gestresst, fertig mit der Welt und wollen nur noch sterben?
Sie laufen bei rot über Ampeln und keiner fährt Sie über den Haufen? Und Blut war noch nie so Ihr Ding?
Dann versuchen Sie es jetzt mit Suizide!
Die 60 kleinen Tabletten bringen Sie Ihrem Wunschziel jeden Tag ein Stückchen näher!
Vergiften Sie sich selbst und werden Sie zeuge, wie sich Ihr Körper Tag für Tag auflöst.
Das wird ein Abschied, den Sie so schnell nicht vergessen werden!

Serienjunkie

Ja, ich habe seit Dezember Amazon Prime. Ja, ich bin süchtig.
Zumindest, wenn mich eine Serie echt anmacht.
Nein, ich schaue kein „Game of Thrones“. Ich gucke grundsätzlich nichts, was gerade hipp ist. Vielleicht in 20 Jahren, wenn keiner mehr darüber redet.

The Man in the High Castle

Spektakulär, wenn in den USA zum Serienauftakt die Freiheitsstatue auf Plakaten den Hitlergruß zeigt.
Ich will hier gar nichts groß über den Inhalt verraten, nur so viel: Es handelt sich um ein alternatives Ende des 2. Weltkriegs, Deutschland und Japan haben die USA untereinander aufgeteilt, die Serie spielt in den 60er Jahren.
Spannend sind die verschiedenen Charaktere und ihre Beweggründe: Regierungsanhänger, Rebellen und die Menschen dazwischen, die einfach nur überleben wollen.
Wer tut was aus welchem Grund? Für sein Vaterland, aus ideologischen Gründen, um seinen Arsch zu retten, zu überleben, um jemanden zu schützen?
Kann man dem anderen trauen?
Eigentlich kann niemand jemanden trauen, man kann sich nie sicher sein, ob sein Gegenüber Freund oder Feind ist und oft genug ändert sich die Meinung der Figuren, wenn nur ein kleines Rädchen verschoben wird, wenn sich auch nur ein Teil ändert. Und schon ändern sie den Lauf der Geschichte.
Ich mag die Botschaft, dass man etwas ändern muss, wenn alles scheiße ist. Und die Fragestellung, ob das nur mit Gewalt geht.
Die Rebellen können und wollen keine Rücksicht auf Verluste nehmen, sie wollen das System mit Gewalt zum Wanken bringen. Dabei unterscheiden sie sich kaum noch von ihrem Gegner.
Aber wie kann eine friedliche Revolution aussehen?
Andererseits finde ich es generell irgendwie absurd, dass sich die große Masse der Bürger von der Minderheit der Regierenden unterdrücken lässt. Naja, man merkt, ich bin nicht so für die Diktatur gemacht.

Spannend finde ich auch die internen alternativen Realitäten, die auf den Videobändern zu sehen sind. Dieses Zeichen, dass die Zukunft sich noch ändern lässt, wenn man etwas unternimmt.
Großartige Serie, aber auch oft grausam.

 

12 Monkeys

Ja, vor ewig langer Zeit habe ich den Film gesehen. Konnte mich nur noch grob an Bruce Willis erinnern und daran, dass der Film eine spannende Wendung am Schluss hatte.
Jetzt habe ich die Serie für mich entdeckt.

Die Story: Ein Virus wird freigesetzt, das 99% der Weltbevölkerung eliminiert.
2043 will eine Wissenschaftlerin einen gewissen James Cole in die Vergangenheit schicken, um genau das zu verhindern.
Und weil die Serie über vier Staffeln laufen soll, gelingt ihm das natürlich nicht so einfach.
Es gibt Spannung, Action, Krawumm, Liebe, Abenteuer, Freundschaft, Mystery, Philosophie und auch ein bisschen Spaß.
Für mich, als zeitreiseinteressierter Mensch, ein absolutes Muss, die Serie hat mich sofort in ihren Bann gezogen, sodass ich zum Teil 6 Folgen am Stück sehen musste.
Mein Lieblingscharakter ist dabei Jennifer Goines. Sie hört Stimmen und ist verrückt und erinnert mich ein bisschen an mich selbst 🙂

Wer lieber was locker leichtes haben will, der ist bei „New Girl“ gut aufgehoben.
Eine junge Frau in einer Männer-WG und jede Menge zitierfähiger Sprüche („Sex ist es erst, wenn man den Strohhalm in die Kokosnuss steckt.“).

Auch gut: „Lucifer“
Der Teufel persönlich nimmt sich eine Auszeit in L.A. und eröffnet einen Nachtclub.
Um seiner Tätigkeit als Bestrafer weiterhin nachkommen zu können, wird er persönlicher Berater von Detective Chloe Decker.
Das Ganze ist natürlich witzig und chaotisch, aber auch sehr actionreich.
Lucifer hat einen interessanten exzentrischen Charakter, der durch Charme und Sexappeal besticht.